spielBar

Eine Kooperation mit dem Ensemble Musikfabrik

Weitverbreiteten Vorurteilen gegenüber der "Spielbarkeit" zeitgenössischer Musik soll das neue Projekt "spielBar" entgegenwirken, das die Fördergesellschaft gemeinsam mit der Akademie des Ensemble Musikfabrik entwickelt hat und das vom Landsmusikrat NRW gefördert wird. Start des Projekts war der 22. November 2014 (im Kölner Studio der Musikfabrik, Mediapark), weitere Termine folgten bzw. sind noch geplant.
Bekannte Komponisten wie etwa Karlheinz Stockhausen, John Cage, Earle Brown, Vinko Globokar oder James Tenney beschäftigten sich mit alternativen Konzepten, die neben  Musikinstrumenten auch "alltägliche" Materialien wie Äste, Steine oder Papier, die Stimme oder den eigenen Körper als Klangerzeuger ins Zentrum ihrer Werke stellten – Noten- und Instrumentenkenntnisse sind keine Voraussetzung bei der Umsetzung dieser Stücke.
Auf Grundlage dieser Werke und mit den Erfahrungen des "RheinSilber" - Projekts vom Mai 2014 wollen die Partner mit dem Angebot "spielBar" eine Musizierpraxis erproben, die keine spieltechnischen Ansprüche stellt, sondern vor allem das kreative Potential der Beteiligten ansprechen soll. Innerhalb eines Workshops treffen unter Mitwirkung einzelner Solisten des Ensembles MusikFabrik Amateur- und Hobbymusiker sowie musikalische Laien aufeinander, um gemeinschaftlich zu musizieren. Alle  Werke, die innerhalb des Workshops in mehreren Sessions erarbeitet werden, wurden von professionellen Musikern im Konzertbetrieb "getestet". Sie sind in ihrer Konzeption offen und geben allen Mitwirkenden die Möglichkeit, sich in den Prozess der kompositorischen Gestaltung einzumischen und selbst kreativ tätig zu werden. Es geht um eine Musizierpraxis, die weit über eine rein musikpädagogische Veranstaltung hinausgeht und die Lust am "Musik-Machen" sinnlich fördert.
Ziel des Projekts ist es, durch spielerisch-experimentelle Erprobung  neuer Klangwelten Vorurteile und Hemmungen abzubauen und eine neue Zuhörerschaft für die neue Musik zu gewinnen.

 

Abenteuer Kunst!

"RheinSilber" lädt zu Kontakten mit Künstlern/innen auf der new talents - biennale cologne ein

Kunst wirkt selten generationsübergreifend – meist ist es doch so: Wir wachsen mit einer Kunst auf, die entweder “älter“ als wir selber ist oder unserer eigenen Generation entstammt. So stehen wir zuweilen orientierungs- oder interesselos vor den Werken der jüngsten Künstlerinnen- und Künstlergeneration.

Hier neue Akzente zu setzen ist das Anliegen der Initiative Rhein-Silber der Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V. Wir arbeiten bei diesem Projekt mit der Kölner Initiative new talents – biennale cologne zusammen, die junge Künstler und Künstlerinnen vorwiegend aus Rheinischen Hochschulen und ihre Arbeit vorstellt.

Die erste Ausgabe, RheinSilber 2014, wurde koordiniert von Prof. Dr. Uta Brandes (Köln International School ofDesign), Renate Liesmann-Baum (u.a. Mitbegründerin der "Kölner Gesellschaft für Neue Musik"), sowie Regina Wyrwoll (bis 2011 Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, Geschäftsführung Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V.).

RheinSilber bot zum Auftakt 2014 allen an junger Kunst Interessierten Kontakte mit Künstlern/innen an, die bei new talents vertreten waren, frei nach dem Motto: Ältere lernen von ganz jung! Dabei wurden u.a. Gesprächsrunden in den Feldern Bildende Kunst und Design, Film und Musik realisiert.

Vom 21. Mai bis zum 5. Juni 2016 fand die fünfte Augabe von new talents cologne statt. Rund 50 junge Künstler/Innen aus dem Bereichen Bildende Kunst, Komposition, Design, Film und Choreographie waren eingeladen - diesmal zusammen mit sechs Künstler/Innen aus Havanna, Marrakesch und Shanghai.
Infos zur Biennale, Orten und Terminen unter: www.2016.newtalents-cologne.de/

Am 25. Mai 2014 und erneut am 5. Juni 2016, dem letzten Tag des Festivals, verlieh eine Fachjury den mit 2.500 € dotierten RheinSilber Award der Gerhart und Renate Baum-Stiftung an Künstler/innen des Festivals.

Was sind die Ziele von RheinSilber? Hier einige Gedanken aus dem ursprünglichen Konzept:
Die Erfahrung lehrt, dass junge Kunst in der eigenen Generation am stärksten wahrgenommen wird, während z.B. ältere Menschen oft etwas hilflos vor den Arbeiten ihrer Enkelgeneration stehen, vielleicht wohlwollend, oft aber auch verständnislos, befremdet oder sogar ablehnend. Andererseits zeigen empirische Studien – so etwa das "Kulturbarometer 50+" des Zentrums für Kulturforschung (ARCult Media, 2008) –, dass die "50+ Generationen" kulturell durchaus aufgeschlossen, und mobil sind. Dieses Ergebnis wurde in der  Studie „Ein neues Bild vom Alter“ des Generali Zukunftsfonds von 2012 nicht nur untermauert, sondern mit neuen Erkenntnissen umfassend ergänzt. Das Projekt RheinSilber geht davon aus, dass so mancher Vertreter in diesen Altersgruppen über Mittel zum Kauf von Kunstwerken verfügt bzw. zu anderen Formen finanziellen Engagements in der Lage ist, sehr oft aber über vielfältige Kontakte verfügt, die sehr nützlich für die jungen Künstler sein können.

An diesem scheinbaren Widerspruch, einer Art 'Leerstelle' zwischen den Generationen, setzt unser Pilotprojekt an, das auch unter dem Stichwort "Kulturelle Bildung für Erwachsene" gefasst werden kann. Es ist der Versuch, dem gegenseitigen Verständnis eine Brücke zu bauen. Über ein intensives Gespräch der Älteren mit jungen Künstlern, sollen neue Zugänge zu den Arbeiten und künstlerischen Produktionsweisen dieser jungen Künstler/innen gefunden werden, die – im Idealfall auf Dauer – zu einem besseren Verständnis führen, und zwar vor allem durch eine intensivere Kommunikation über neue Erfahrungen innerhalb der eigenen Generation ebenso wie generationsübergreifend. Daraus soll ein neuartiges, auf Kontinuität angelegtes Netzwerk geschaffen werden, denn die Älteren unter uns verfügen oft über ungenutztes „Kapital“, darunter nicht zuletzt Erfahrung und Kontakte. Manches davon könnte auch den jungen Kreativen nützen – wenn die Qualität ihrer Arbeit überzeugt.
Das Kölner Pilotprojekt soll also Neugier auf das Unbekannte wecken und geht davon aus, dass wir durch neue künstlerische Herausforderungen unsere Gegenwart besser verstehen lernen. Lassen Sie sich mit uns auf das Abenteuer Kunst ein! Das Projekt startete im Rheinland, wird von uns aber durchaus als Modell für andere Regionen verstanden: warum nicht auch "SpreeSilber", "IsarSilber" oder "ElbeSilber"?

Die bisherigen RheinSilber Aktivitäten wurden gefördert von: Gerhart und Renate Baum-Stiftung, Generali Zukunftsfonds, Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e. V.

 

Datenbank zu Preisen

und anderen Förderangeboten für die kulturelle Bildung

Wie von der Mitgliederversammlung im Februar 2012 beschlossen, hat der Vorstand, im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der von der Bundesregierung geförderten Plattform www.kulturpreise.de, ein eigenes Verzeichnis aller Auszeichnungen, Stipendien und anderer regelmäßiger Fördermaßnahmen zur kulturellen Bildung entwickelt, deren Einzelheiten auf dieser Webseite abgerufen werden können.

 

Akteure der kulturellen Bildung - Eine Auswahl: